Scheckübergabe der Roten Bühne und Abschluss unserer Kampagne

Nürnberger*innen sammeln bei Kampagne „Kasha for Kenya“ 5.500 Euro für Menschenrechtspreisträgerin

v.l.n.r.: Thomas Zeitler (Lorenzer Laden), Helga Reinholtz (Lorenzer Laden), Julia Kempken (Rote Bühne), Uschi Unsinn (Kasha for Kenya), Kinky Minsky (Rote Bühne), Andrea Kuhn (Kasha for Kenya)

Nürnberg unterstützt die Menschenrechtspreisträgerin Kasha Nabagesera. Im Rahmen unserer Kampagne konnten nun unter anderem bei einem Benefizabend in der Roten Bühne und dem Verkauf von ugandischem Kaffee im Lorenzer Laden insgesamt 5.500 Euro gesammelt werden. Mit dem Geld sollen unter anderem Cafes und Geschäfte für aus Uganda geflüchtete und verfolgte Lesben, Schwule und Transgender in Kenia aufgebaut werden.

Zum Abschluss der Kampagne „Kasha for Kenya“, die im letzten Jahr von Drag Queen Uschi Unsinn und Andrea Kuhn, der Leiterin des Internationalen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte, ins Leben gerufen wurde, überreichte das Theater Rote Bühne  heute einen Scheck über den Erlös eines großen Benefizabends zugunsten der Kampagne in Höhe von 1.600 Euro. Auch der Lorenzer Laden startete einen Sonderverkauf mit ugandischem Kaffee und konnte ebenfalls einen Scheck in Höhe von 250 Euro übergeben.

Die Kampagne „Kasha for Kenya“ wurde auf Initiative der Trägerin des Alternativen Nobelpreises und des Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg, Kasha Nabagesera, in Nürnberg gestartet.

Der Erlös der Kampagne fließt zu 100% an die kenianische Organisation CESSI. Diese unterstützt geflüchtete Lesben, Schwuler und transidente Menschen aus Uganda und anderen afrikanischen Ländern, die in Kenia Zuflucht gesucht haben. Durch den Erwerb und Aufbau von kleinen Geschäften bietet CESSI dieser extrem schutzbedürftigen Gruppe eine Ausbildung und nachhaltige Einkommensmöglichkeiten. CESSI betreibt u.a. Handyreparaturshops, Malereibetriebe und kleine Straßencafés in Nairobi.

Bereits 2016 konnte aus Mitteln der Nürnberger Kampagne ein solcher Kiosk eröffnet werden.

Mit dem Gesamterlös der Kampagne sollen nun weitere Straßencafés in unterschiedlichen Vierteln Nairobis eröffnet werden.

Gespendet haben dieses Geld viele Privatpersonen (gesammelt wurde u.a. auf einer lesbischen Hochzeit und einer Berliner Geburtstagsfeier). Eine Benefizfilmvorstellung im Rahmen des Queer Filmfestival 2016, sowie ein Open Air-Konzert, das in Kooperation mit der Stadt Nürnberg stattfand, ließen die Kasse ebenso klingeln wie der Kaffeeverkauf des Lorenzer Ladens.

Die größte Einzelspende kam jedoch vom Theater Rote Bühne, das im April 2017 einen großen Benefiz-Kabaret-Abend organisierte. Rote Bühne-Chefin Julia Kempken, die Märchenerzählerin Kinky Minsky, das Berliner Jazzduo Duotone, Drag Queen Laila Elektra, die Burlesque Diva Sweet Chili und der amtierende Bavarian Mr. Leather 2017 Manfred Herbst traten ohne Gage vor rund 100 Gästen auf.

Die Initiator*innen der Kampagne zeigten sich zum Abschluss vom Zuspruch überwältigt. Uschi Unsinn erklärte: „Mich hat die Spendenbereitschaft der Menschen aus unserer Region sehr beeindruckt. Sie zeigt, welchen nachhaltigen Eindruck Kasha Nabagesera bei ihren Besuchen in Nürnberg hinterlassen hat.“ Kasha Nabagesera selbst sagt: „Ich danke meinen vielen Freunden in Nürnberg und Umgebung für diese großartige Hilfe. Durch diese Kampagne kann ich den vielen ugandischen Flüchtlingen, die vor der homophoben Gewalt in meiner Heimat nach Kenia geflohen sind, ganz konkret unter die Arme greifen.“

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