Allstar-Benefiz der Roten Bühne!!

Das Theater rote Bühne unterstützt unsere Kampagne mit einem Allstar-Benefiz-Abend!

Julia Kempken und Uschi Unsinn präsentieren eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten verfolgter Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LSBT) in Afrika, mit Unterstützung des Kulturvereins rote Bühne e. V. und der Tanzfabrik. Alle Künstler*innen treten komplett ohne Gage auf und das Theater wird mietfrei zur Verfügung gestellt. Der Erlös geht an unsere KASHA FOR KENYA-Kampagne!!!

Neben einer Tombola, wo es tolle Preise zu gewinnen gibt und einem Crêpier der duftende kulinarische Köstlichkeiten zaubert, stehen für diese Benefizveranstaltung vielfältige Künstler*innen auf der roten Bühne. Musik, Gesang, Tanz, Kabarett, Märchen, Poetry und Performance werden das Publikum bestens unterhalten. Die Einnahmen des Abends fließen an das Projekt „Kasha for Kenya“, und tragen damit ein Stückchen zu einer Welt bei, in der Geschlecht und sexuelle Orientierung keine Straftat mehr sind.

DAS LINE-UP:

  • Julia Kempken – Allround Entertainerin Michael Stahl – Pianist
  • Uschi Unsinn – Politische Aktivistin und Szenestar
  • Kinky Minsky – Märchenerzählerin
  • Duotone – Jazzmusikerduo aus Berlin
  • Laila Elektra – Drag Queen
  • Sweet Chili – Burlesque Diva
  • Manfred Herbst – Bavarian Mr.Leather 2017

Die Allround-Entertainerin Julia Kempken zeigt ein Best of aus ihren Soloprogrammen, begleitet von Michael Stahl am roten Piano. Viel Jazz, ein wenig Marika Rökk, temperamentvoller Steptanz und Geschichten über die Überwindung traditioneller Geschlechterrollen am Beispiel ihres eigenen Lebens, humorvoll und optimistisch.

Die Märchenerzählerin Kinky Minsky erzählt transgender Mythen aus alter Zeit.

Das Jazzmusikerduo „Duotone“ – Bernard Butler, der aus dem Geburtsland des Jazz, den USA stammt, und Florian Korty, der viele Jahre in Australien gelebt hat, verbindet nicht nur die gemeinsame Liebe zur Musik sondern auch die englische Sprache, die Kultur und das Bedürfnis all dies mit dem Publikum zu teilen. Ihre musikalischen Abende sind stark beeinflusst von Künstlern wie Ella Fitzgerald, Frank Sinatra und Nat King Cole. Duotone, alias Bernard J. Butler und Florian Korty sind zwei Sänger und Schauspieler, ansässig in Berlin.

Eintritt: VVK € 25.- / 19.-* || AK € 29.- / 22.-*
* Ermäßigte Preise für Schüler*innen, Student*innen, Azubis und Schwerbehinderte

Kartenvorverkauf bei den üblichen Vorverkaufsstellen und unter
www.rote-buehne.de oder Tel: 0911 40 22 13.

 

Polizei überfällt Gay Pride in Uganda

Das Bündnis gegen Homo- und Transphobie in der Region Nürnberg informiert:

Während in Nürnberg Anfang August Tausende friedlich den CSD (Christopher Street Day) feierten, wurde in Ugandas Hauptstadt Kampala der Gay Pride aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Wir fühlen mit den Menschen in Uganda, die sich ebenso wie die Bürger und Bürgerinnen in Nürnberg auf ihren CSD bzw. ihre Gay Pride gefreut hatten. In Uganda lebt Kasha Nabagesera, die Preisträgerin des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2013. In Uganda hat sich die Situation für homosexuelle und transidente Personen bis heute nicht verbessert.

Am Donnerstag den 4. August wurde die Wahl zum Mr. und zur Miss Pride, eine private Party, deren Veranstaltungsort erst kurz vorher an Interessierte bekannt gegeben wurde, von der Polizei gestürmt. Laut Augenzeugenberichten kam es zu Polizeigewalt vor allem gegenüber Transpersonen. Die Polizei soll zudem alle Teilnehmer*innen der Veranstaltung fotografiert haben, was für Besorgnis unter den Besucher*innen führte, da es in Uganda immer wieder zu Veröffentlichungen von Namen und Fotos, ja sogar mit der vollen Adresse kommt, und diese Menschen dann in Ihrem Umfeld nicht mehr sicher sind. Zudem kam es zu kurzfristigen Verhaftungen der schwulen, lesbischen und transidenten Veranstalter*innen.

Zur Absage des Gay Pride führte ein Treffen am Freitag mit Ugandas Ethikminister Simon Lakodo, einem ehemaligen katholischen Priester. Dieser soll laut Anwalt der Organisation Chapter 4 gedroht haben, einen Mob und eine große Anzahl Polizisten zu mobilisieren, die jeden zusammenschlagen würden, der bei der Pride erscheint. Dass dies keine leere Drohung ist, bezeugen Äußerungen Lakodos. 2012 meinte dieser beispielsweise Schwule und Lesben seien generell schlechte Menschen, die unser aller Leben ruinierten. 2014 verglich er Schwule und Lesben mit Junkies, denen man helfen müsse sich aus der unglücklichen ‚Situation‘ zu befreien, ansonsten gehörten sie bestraft.

Aus genau diesen Gründen flüchten schwul, lesbisch und trans empfindende Personen immer wieder nach Kenia. Aber auch dort ist die Situation nicht viel besser.

 Unterstützen Sie daher unser Projekt!

Solidarity Uganda

Benefiz Open Air Konzert am 28.5.2016

Filistine

Filistine

Das Nürnberger Bündnis gegen Homo- und Transphobie präsentiert live und draußen: Filestine, Overcrowded Elevator, Le Loup Garou, The Same und Flut.

Wann?
Samstag, 28. Mai 2016, 19 Uhr

Wo?
Innehof des Krafftschen Baus (Theresienstr. 7, 90402 Nürnberg)

EINTRITT IST FREI – SPENDEN SIND ERBETEN.

Der Erlös des Abends geht zu 100% an das Projekt „Kasha for Kenya“, mit dem ugandische LSBTI-Flüchtlinge in Kenia nachhaltig unterstützt werden sollen.

GOD LOVES UGANDA – Benefiz-Kino am 22.5. im Casablanca

Sonntag,22. Mai 2016, 15 Uhr im Casablanca Kino, Brosamerstr. 12, 90459 Nürnberg

USA 2013, 83 min, engl.-swahili  Original mit deutschen Untertiteln, Regie: Roger Ross Williams

Jung, arm und empfänglich für den Glauben ist die Zielgruppe. Für amerikanische Evangelikale scheint Uganda das perfekte Territorium ihrer missionarischen Tätigkeit in Afrika. GOD LOVES UGANDA gibt Einblick in die Freikirchen der USA und folgt den Missionaren nach Uganda, wo sie mit dem Aufbau von Schulen und Spitälern, aber auch mit ihrer erzkonservativen und schwulenfeindlichen Auslegung der Bibel von sich reden machen. Der Film untersucht die Verbandelung von Religion und Politik und zeigt die Opfer, die der Kampf für das biblische Wort und gegen angebliche Wollust fordert.

Die Eintrittseinnahmen dieser Vorstellung, die im Rahmen des Queer Filmfestivals Nürnberg stattfindet gehen komplett an die Kenia-Kampagne!!

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Helft Kasha, LSBT-Flüchtlingen in Kenia zu helfen

I am calling for a worldwide fundraiser for LGBTI refugees in Kenya. However, the big question is how do we pull this off?  Do you think you can help organise one in your area, city or country? How you raise money to help our brothers and sisters is entirely up to you; it could be a dinner, movie, concert, seminar or sports Gala.  Let’s all chip in where we can and tell a friend to tell a friend about this noble cause.

– Kasha Jacqueline Nabagesera

Hunderte Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LSBT) aus Uganda sind vor Verfolgung und Gewalt in ihrer Heimat nach Kenia geflohen. Dort warten sie unter schwierigsten Bedingungen auf die Aufnahme in ein sicheres Drittland. Die Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises 2013 und des Alternativen Nobelpreises 2015, Kasha Nabagesera, ruft nun zur dringenden und sehr konkreten Unterstützung dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe auf.
Um nachhaltige Hilfe gewährleisten zu können, werden ca. 18.000 Euro benötigt.

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Kasha Nabagesera mit dem Alternativen Nobelpreis 2015. (c) Right Livelihood Award

Hintergrund und Details zur Kampagne

Ausgangsituation von LSBT in Uganda

Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LSBT) in Uganda sehen sich alltäglicher Diskriminierung, Gewalt und Strafverfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität ausgesetzt. Ein Gesetz, das im Frühjahr2014 in Kraft trat, verschärfte die Situation, indem es u.a. lebenslange Haft für „schwere Homosexualität“ und Haftstrafen für „Beihilfe zur Homosexualität“ (lt. Gesetz jegliche Unterstützung homosexueller Menschen) vorsah. Dieses Gesetz führte nicht nur zur Ausdünnung der Hilfsangebote für LSBT (selbst AIDS-Prävention und medizinische Versorgung konnten lt. dem schwammig gehaltenen Gesetzestext als Beihilfe interpretiert werden), sondern bedeutete für viele LSBT auch den Verlust des Arbeitsplatzes oder die Kündigung ihres Mietverhältnisses, da Unternehmer_innen und Vermieter_innen nicht der Beihilfe beschuldigt werden wollten. Auch die tägliche Gewalt auf der Straße und durch Sicherheitsbehörden nahm zu. Obwohl dieses Gesetz wegen eines Formfehlers für nichtig erklärt wurde, hat es die Feindseligkeit gegenüber LSBT in Uganda nachhaltig verschärft. Ein neuer, kaum abgeänderter Gesetzestext wurde bereits wieder ins Parlament eingebracht.

Zur Lage von LSBT-Flüchtlingen in Kenia

Viele ugandische LSBT sahen und sehen keine andere Perspektive als ihre Heimat zu verlassen. Da eine Ausreise in ein sicheres Land oft finanziell und aufgrund von Visabeschränkungen unmöglich ist, wurde das benachbarte Kenia zum bevorzugten Fluchtziel.

In Kenia leben z. Zt. ca. 500 LSBT Flüchtlinge aus Uganda und zu geringerem Prozentsatz aus anderen afrikanischen Staaten und warten auf ein sog. Resettlement, also die Aufnahme in ein sicheres Drittland. Ihre Wartezeit von ihrer Registrierung und Anerkennung als Flüchtlinge bis zum Resettlement beträgt durchschnittlich zwei Jahre.

Zuständig für diese Flüchtlinge ist das UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, das Flüchtlinge registriert und Aufnahmeländer zu finden versucht. Unterstützt wird sie dabei von HIAS, einer US-amerikanischen Flüchtlingsorganisation, die als Durchführungsstelle des UNHCR monatliche Festbeträge an Flüchtlinge zahlt. Generell erhalten LSBT-Flüchtlinge in Kenia finanzielle Unterstützung in Höhe von 6000 kenianischen Schilling/Monat. Das entspricht etwa 50 EUR/Monat.

Unsichere Situation

Insgesamt leben über 650.000 Flüchtlinge (vorwiegend aus Somalia und Südsudan) in Kenia in den beiden großen Flüchtlingscamps Kakuma (ca. 300.000 Menschen) und Dadaab (ca. 350.000 Menschen).

LSBT-Flüchtlinge in Kenia wohnen meist außerhalb dieser offiziellen Flüchtlingscamps aus Angst vor homophoben Übergriffen, wenn ihr Fluchtgrund publik wird. Sie wohnen verstreut in ärmlichen Slums an den Rändern Nairobis. Auch hier ist ihre Situation prekär: Homosexualität ist in Kenia illegal und LSBT sind immer wieder homophober Gewalt ausgesetzt. Sie werden Opfer von Erpressung, (sexualisierter) Gewalt oder werden in die Prostitution gezwungen, um überleben zu können. Außerhalb der Flüchtlingslager ist zudem der Zugang zu medizinsicher Versorgung erheblich erschwert.

Konkrete Problemlage für LSBT in Kenia

Kasha Nabagesera, Menschenrechtsaktivistin aus Uganda, besuchte LSBT-Flüchtlinge in Kenia im August 2015 und bittet dringend um Unterstützung dieser besonders gefährdeten Personengruppe. Gemeinsam mit dem Communities vor Ort hat sie drei Hauptprobleme identifiziert, die es zu lösen gilt:

  • Hohe Mietkosten und dezentrale Unterbringung
  • Gesundheitsversorgung
  • Nachhaltigkeit der Unterstützung

Das Leben außerhalb der Flüchtlingscamps bedeutet auch, dass die Flüchtlinge Miete zahlen müssen. Selbst in den ärmsten Slums frisst diese Miete noch 50% der Hilfsleistung (etwa 3.000 KES). Dadurch bleiben keine Mittel mehr übrig, um mehr als den notwendigsten Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die geographische Streuung der Flüchtlinge und ihre fehlenden finanziellen Mittel verunmöglichen Zugang zu dringend benötigter Hilfe, da nicht einmal der Transport zu einer Hilfsstelle bezahlt werden kann. Fahrten zu Interviews mit dem UNHCR, die Versorgung mit z.T. lebenswichtigen Medikamenten, etwa zur antiretroviralen Therapie, Hygieneartikeln, etc. ist dadurch extrem eingeschränkt. Nichtregierungsorganisationen, die kostenlose Unterstützung in vielen Bereichen anbieten, erreichen die vereinzelten Flüchtlinge nicht.

Jegliche Hilfe für LSBT-Flüchtlinge in Kenia muss nachhaltig geplant sein, um langfristig effektiv sein zu können.